Befreiungsparty!

Befreiungsparty

Einladung zum Gedenken an das Kriegsende vor 69 Jahren und zum Gedenken an die Opfer und Toten des Lagers Gaggenau

„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

In der Außenstelle des Sicherungslagers Schirmeck-Vorbruck in Gaggenau/Bad Rotenfels wurden von August 1944 bis April 1945
1600 Häftlinge festgehalten. Diese Menschen mussten im nahegelegenen Gaggenauer Werk von Daimler-Benz unter erbärmlichen
Bedingungen Zwangsarbeit verrichten. Innerhalb von 9 Monaten starben hunderte Häftlinge durch Hunger und Seuchen.
Eine Außenstelle des Lagers Rotenfels war in Weisenbach in Betrieb; dort wurden ebenfalls für Daimler-Benz Lastwagenmotoren
hergestellt.
Ende November 1944 wurdenim Erlichwald nahe dem Gaggenauer Waldfriedhof 27 Häftlinge des Sicherungslagers erschossen.
Die Leichen wurden in zwei Bombenkratern verscharrt. An diese Untaten erinnern in Gaggenau im Erlichwald und im Kurpark
Bad Rotenfelskleine Gedenkstätten. So furchtbar die Taten waren, so furchtbar ist jetzt, dass sich dieses perfide Gedankengut
wieder regt und aktiv versucht, in die Mitte unserer
Gesellschaft einzudringen und sich dort etablieren will.

So ist im Raum Rastatt die Kameradschaft „Nationale Sozialisten Rastatt“ unterwegs.
Vermehrt tritt deren Umfeld gewaltsam auf Volksfesten auf und schüchtert Andersdenkende und Migranten gezielt ein.

Zeigen wir, dass wir nicht bereit sind den Terror der NS Rastatt gegen Menschen, die nicht in deren eingeschränktes Weltbild
passen, bei uns zu dulden und fordern das Verbot der NS Rastatt!

Alle sind zur Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nazi-Regimes in Gaggenau Bad Rotenfels am
8. Mai 2013 um 19:00 Uhr in den Kurpark eingeladen.

Weitere Infos auf dem Flyer des Bündnis gegen Faschismus und Rassismus Rastatt/Murgtal

Internationale Solidarität mit den Antifaschistinnen und Antifaschisten in der Ukraine!

In den vergangenen Monaten mussten wir mit großer Sorge die angespannten Ereignisse in der Ukraine und Kiew verfolgen. Nicht nur die maßgeblich von Faschisten angeführten Maidan-Proteste, sondern auch die Art und Weise des Regimewechsels sowie die allgemeine Verschärfung und Zuspitzung des politischen Klimas in der Ukraine mit dem Säbelrasseln gegen Russland hierzulande und die Debatten über den Status der Krim sind mehr als besorgniserregend.

Wir sind erschrocken über die Schnelligkeit, Aggressivität und Ignoranz, mit der hier in der Bundesrepublik von bürgerlichen Medien und Institutionen verschiedenster Couleur Faschisten verharmlost, ausgeblendet und teilweise sogar hofiert werden. Insbesondere bei letzterem ist nicht nur die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU und ihre Marionette in Gestalt von Vitali Klitschko an vorderster Front, sondern auch die Bundesregierung, zum Beispiel in Person des Außenministers Steinmeier.

Die EU und insbesondere die BRD, aber auch die USA und die NATO bedienen sich zur Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen, politischen und militärischen Interessen rund um das Ringen mit Russland um die Vorherrschaft in der Ukraine nicht nur an den pro-westlichen Oligarchenkreisen und den Neoliberalen. Offensichtlich auch ohne Scheu arbeitet man mit bewaffneten faschistischen Straßenbanden – insbesondere dem so genannten „Rechten Sektor“ – und ihres parlamentarischen Pendants, der offen faschistischen „Swoboda“-Partei („Freiheit“) zusammen. Auch aus benachbarten Ländern und aus Skandinavien reisten vereinzelt militante Nazi-Schläger nach Kiew. Die offene Koalition mit Faschisten wollen die westlichen Akteure nur ungern zugeben, und es kommt hinzu, dass dies ein Großteil bundesdeutscher Medien der Regierung und den Parteien nahezu kommentarlos durchgehen lässt. Weitestgehend unkritisch ist auch die Berichterstattung über die nationalistische Welle und die Deutungshoheit von bewaffneten faschistischen Banden auf dem Maidan-Platz und in manch anderen Teilen der Ukraine neben der aktiven Beteiligung von Faschisten an der Übergangsregierung.

Die „Swoboda“-Partei unternimmt in letzter Zeit starke Anstrengungen, um sich „gemäßigt“ zu geben und sich nach außen als Bewahrer von „Ruhe und Ordnung“ darzustellen. Es ist ihnen und dem „Rechten Sektor“ durch eine starke Straßenpräsenz, bestehende Strukturen, finanzielle Mittel und demagogischer Propaganda gelungen, weite Teile der sogenannten „Maidan-Proteste“ zu dominieren und dadurch massiv in ihrer Anzahl und Stärke zu wachsen. Ohne Zweifel ist allerdings auch, dass die gesellschaftliche Situation in der Ukraine genügend Anlässe und Gründe hergibt, massenhaft gegen die Regierung und die Herrschenden auf die Straße zu gehen. Umso schlimmer ist dann, wenn es Faschisten gelingt, die Unzufriedenheit der Menschen zu kanalisieren und diese mangels fortschrittlichen Alternativen in reaktionäre Bahnen zu lenken. Das ist brandgefährlich.

Die letzten Wochen und Monate führen uns vieles vor Augen: Zum einen sehen wir erneut, was es bedeuten kann, wenn es keine schlagkräftige und überregionale antifaschistische Bewegung und Organisation gibt. Zum anderen müssen wir festhalten, dass antifaschistische Strukturen in Deutschland, die fähig sein sollten, internationale Solidarität nicht nur eine Parole, sondern auch praktisch werden zu lassen, noch mehr aufgebaut werden müssen. Die Ereignisse in der Ukraine sind politisch höchst brisant, denn die Rolle der Faschisten für die herrschende Klasse als willkommene Helfer in Krisensituationen zur „Drecksarbeit“ wird ein weiteres Mal mehr als sichtbar. Längst gibt es Droh- und Mordaufrufe der Faschisten gegen nationale Minderheiten, Jüdinnen und Juden, Linke, AnarchistInnen und KommunistInnen. Längst sind einige dieser Aufrufe schon umgesetzt worden.

Die Rote Hilfe hat bereits praktische Schritte eingeleitet, um die AntifaschistInnen in der Ukraine materiell und politisch zu unterstützen. Das ist eine der bedeutendsten von vielen richtigen Antworten, die wir als AntifaschistInnen auf die neuen Fragen der internationalen Situation und den Verhältnissen in der Ukraine finden müssen.

Der Schwerpunkt aller linken und antifaschistischen Kräfte in der Ukraine ist es nun, den Nationalismus, aber vor allem die offen auftretenden Faschisten mit ihren Schläger- und Mörderbanden, die jetzt zum Teil sogar nahtlos in Polizei- und Militärkreise eingegliedert wurden, zurückzudrängen und zu bekämpfen. Es ist genauso wichtig, den aktuellen Aufwind der Faschisten und Rechten mit ihrer widersprüchlichen und reaktionären Ideologie zu stoppen und ihnen gezielte Rückschläge zu versetzen. Ein unmittelbares Ziel der AntifaschistInnen und GenossInnen wird nun darin bestehen, dass die Faschisten bei den kommenden Wahlen Ende Mai mit möglichst wenig Unterstützung durch die Bevölkerung ins Parlament in Kiew einziehen. Nicht zuletzt steht am 8. Mai der Tag der Befreiung vom Faschismus an, ein Tag also, an dem auch den vielen Ukrainerinnen und Ukrainer gedacht wird, die im Kampf gegen den deutschen Faschismus ihr Leben ließen. Es bleibt abzuwarten, wie dieser Tag nach dem Umsturz in der Ukraine begangen wird.

Wir verurteilen alle Worte und Taten, die den antifaschistischen Kampf in der Ukraine durch Spaltung und Sektierertum oder sogar Querfronten sabotieren und damit den nationalistischen, reaktionären und faschistischen Kräften in die Hände spielen.

Gleichzeitig sehen wir es aber auch als unsere Verantwortung und Pflicht an, die Faschisten in der BRD und diejenigen, die sich in Krisensituationen oder zur Durchsetzung eigener Interessen gerne an ihnen bedienen und mit ihnen zusammenarbeiten, aktiv zu bekämpfen und hier in der Bevölkerung über diese schmutzige und letzten Endes auch kriegstreiberische Politik aufzuklären.

Es ist unsere Aufgabe, die Öffentlichkeit hier in der BRD über das rechte und faschistische Treiben in der Ukraine zu informieren und geeignete Formen internationaler Solidarität gegen den Faschismus zu praktizieren. Der Charakter faschistischer Ideologie und Bewegung und ihre Rolle im Kapitalismus als potentielle Stütze der Herrschenden und im schlimmsten Fall sogar als Herrschaftsoption wurde in der Ukraine ein weiteres Mal in Ansätzen geschichtliche Realität. Und auch die Signalwirkung der Entwicklungen in der Ukraine für die europäische Rechte sind nicht zu unterschätzen. Lasst uns nun Schlimmeres verhindern und die dafür notwendigen Strukturen aufbauen!

Wir senden unsere Solidarität an alle Antifaschistinnen und Antifaschisten! Gemeinsam in Gedanken sind wir im Kampf vereint mit dem Ziel einer solidarischen Gesellschaft ohne Faschismus und seinem Nährboden, dem kapitalistischen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem.

Gegen jeden Nationalismus und Faschismus!

Hinter dem Faschismus steht das Kapital!

Hoch die internationale Solidarität!

April 2014

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Auf nach Karlsruhe: Den Nazis keinen Meter!

Am Samstag, den 25. Mai 2013, wollen Neonazis durch Karlsruhe marschieren. Mit der geplanten Demonstration beziehen sich die Faschisten einerseits auf eine Reihe bekannter Holocaustleugner und andererseits auf einige Gesinnungskameraden aus der militanten Naziszene. Obwohl diese sich zurzeit in Haft befinden, stellen sie für die faschistische Bewegung weiterhin einen Bezugspunkt dar, sodass sie bundesweit auf den Aufmarsch am 25. Mai mobilisiert. In Karlsruhe wollen die Faschisten am Sitz des Bundesverfassungsgerichtes für deren Freilassung demonstrieren, sicherlich nicht ohne auch mit einem Auge auf den Prozess gegen den selbsternannten „NSU“ in München zu schielen.

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Bundesweite antifaschistische Demonstration in München

Greift ein gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen!

Am 17. April 2013 wird in München der Prozess gegen das „NSU“-Mitglied Beate Zschäpe sowie vier der Unterstützer beginnen: Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, Carsten Schultze und André Eminger.
Ein breites antifaschistisches Bündnis ruft deshalb zu einer bundesweiten Großdemonstration in München am Samstag vor Prozessbeginn auf.
Neben dem Bündnisaufruf unterstützen wir den Aufruf der Antikapitalistischen Linken München

Los geht es am Karlsplatz (Stachus) um 13.00 Uhr. Kommt alle mit uns nach München.

Aufruf der ALM:
Nazis morden, der Staat lädt nach… – Demo zum NSU Prozess
Am 17 April beginnt in München der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier weitere Neonazis wegen der Verbrechen der Nazi-Zelle NSU. Dreizehn Jahre konnte diese rassistische Mörderbande ungehindert durch Deutschland ziehen, zehn Menschen erschießen und weitere durch Bombenanschläge verletzen – aus Hass, weil die Opfer (bis auf eine Polizistin) nicht deutsch, sondern türkischer, kurdischer, griechischer Herkunft waren. Die beispiellose Mordserie war möglich, weil Teile von Polizei und Geheimdienst die Nazi-MörderInnen direkt unterstützten oder bewusst wegschauten! Mit einer Demonstration am Samstag vor Beginn des NSU-Prozesses wollen wir der Ermordeten gedenken und die Verantwortung des Staates für den Nazi-Terror aufzeigen. Wir rufen auf zum Aufbau wirksamer Gegenwehr gegen faschistische Gewalt und rassistische Angriffe – Mit allen Mitteln, die notwendig sind! (mehr…)

Bündnis gegen Faschismus und Rassismus Rastatt/Murgtal gegründet

Am Donnerstag gründete sich das Bündnis gegen Faschismus und Rassimus Rastatt/Murgtal.
Wir sind zusammen mit vielen anderen Organisationen, Parteien, Verbänden, sowie Vereine Mitglied des Bündnisses.
Zu der Gründung dokumentieren wir die PM des Bündnisses:

100 Menschen auf Gründungsveranstaltung

Hocherfreut zeigten sich die Aktivisten des Bündnisses gegen Faschismus und Rassismus Rastatt/Murgtal über 100 interessierte Mitbürger auf deren Gründungsveranstaltung am 21.3. in Rastatt.

Neben zahlreichen Informationsmaterialien brachten vor allem das Referat von der Rechtsextremismusexpertin Ellen-Esen, sowie die persönlichen Erlebnisse eines Mitglieds des Bündnisses über einen faschistischen Übergriff, das Publikum zum Nachdenken.

Stefan Reichtert, der Pressesprecher des Bündnisses zeigte sich ebenfalls erfreut über die Entwicklung des Bündnisses und gab einen Ausblick: „Nun gilt gilt es die Synergie der großen Beteiligung für weitere Aktionen zu bündeln um klar zu machen, dass Faschismus eben keine Meinung sondern ein Verbrechen ist.“
So ist unter anderem geplant mehrere Infostände durchzuführen, gemeinsam mit dem „Netzwerk für Courage“ Schüler aufzuklären, ein antirassistisches Fußballturnier zu organisieren, sowie gemeinsame Ortsverschönerungen durchzuführen, indem Naziaufkleber und Nazischmiereren entfernt werden.

Gemeinsam verabschiedeten die Teilnehmer der Gründungsveranstaltung die Rastatter Erklärung, in ihr erklären sich die Unterstützer bereit, die ausufernden rassistischen und faschistischen Tendenzen im gesamten mittelbadischen Raum entschlossen entgegenzutreten.

Am Abend selber konnten weitere Organisationen für das Bündnis gewonnen werden.

Mehr Infos hier oder auf facebook

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